Häufige Ursachen von Küchenbränden

Daten von Versicherungsunternehmen zeigen, dass Eigentumsschäden in Restaurants, die 100.000 EUR übersteigen, eine direkte Folge von Bränden sind.

Geschätzte 40 % der Restaurant- und Hotelbrände beginnen in der Küche und 19 % haben ihren Ausgangspunkt am Ofen. Neben dem Verletzungsrisiko sind die Kosten durch Eigentums- und Materialschäden immens, häufig mehr als 50.000 EUR je Restaurant. Zusätzlich entstehen hohe Kosten aufgrund der entgangenen Erlöse, während das Restaurant geschlossen ist. Die Versicherung kann diese Verluste abdecken oder auch nicht.

Gasflaschen müssen immer von Feuerquellen ferngehalten werden, um das Risiko einer Ausbreitung des Brandes zu unterbinden. Ein Brand, der in einem benachbarten Bereich entsteht, neigt dazu, auszuufern, wenn das Fett in einem verschmutzten Kanal in Brand gerät.

Anstieg der Restaurantbrände

Häufige Ursachen von Küchenbränden

  • Zu hohe Temperatur in der Fritteuse
  • Pflanzliche, stärker entzündliche Öle
  • Alte, stärker entzündliche Öle in der Fritteuse
  • Fettablagerungen in den Rauchabzügen und Belüftungskanälen
  • Falsch ausgerichtete Sprinkler aufgrund von umgestelltem Mobiliar
  • • Verstopfte Schmelzverbindungen der Sprinkler, die zu einer Funktionsbeeinträchtigung führen

Was löst einen Brand aus?

Es mag offensichtlich sein, aber es gibt drei Bedingungen, die vorliegen müssen, damit ein Brand entstehen kann: das Vorhandensein von Wärme, Sauerstoff (Luft) und Brennstoff.

Entfernen Sie einen oder mehrere Faktoren und der Brand kann vermieden werden.

All diese Faktoren sind in verschiedenen Ausprägungen in einer Küche vorhanden.

Brandlöschanlage

Die gängigen Anlagen basieren alle in erster Linie auf dem „Ersticken“, d. h. dem Entfernen des Sauerstoffs, entweder durch Versprühen einer Schaumlösung oder eines Pulvers/Kohlendioxidgemischs über dem Brandbereich, um die Sauerstoffversorgung zu unterbinden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Lösung den Brennstoff herunterkühlt und so einen Teil der Wärme schluckt.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Ausbreitung von Feuer

Um ein Feuer aufrechtzuerhalten, ist bei Vorliegen von Hitze und Sauerstoff ein Brennstoff erforderlich. Solange noch Brennstoff vorhanden ist, bleibt das Feuer aktiv.

Ein Fettentfernungssystem zielt darauf ab, die Ansammlung von Brennstoff (Fett) in den Teilen des Belüftungssystems zu reduzieren, die brandgefährdet sind; dazu zählt auch der Küchenrauchabzug.

Rauchabzüge und Brandschutz
Edelstahlkanäle sind aus Brandschutzsicht am sichersten. Dies ist teilweise mit der hohen Hitzebeständigkeit im Falle eines Fettbrandes im Küchenabzug erklärbar. Mit einem eingebauten Abluftreinigungssystem, z. B. durch Ozon oder UV, reduzieren Sie die Brandgefahr und können abhängig von den örtlichen Brandschutzvorschriften günstigere Materialien für den Kanal in Betracht ziehen.

Abgasbrände nehmen zu. Die größte Gefahr geht dabei von Fritteusen, Woks und Kochplatten aus.

Tierisches Fett und Bratöl haben einen hohen Energiewert von 10 kW/kg (36 MJ) (12,5 kW/Liter = 45 MJ) und verbrennen mit sehr hohen Temperaturen (900–1100 °C). Die Energiewerte sind in der Tat vergleichbar mit denen von normalem Treibstoff!

Tierisches Fett schmilzt bei 40 Grad und verdampft (raucht) bei 120–220 °C. Der Flammpunkt liegt bei 280 °C, die Gerüche können sich bei 310–360 °C selbst entzünden.

Normales Kochöl beginnt bei 150–250 °C zu rauchen, das Öl zerfällt und wird so brennbarer.

Pflanzenöl brennt mit einer heißeren Flamme als tierisches Fett.